Ideen der Stillen erfahren

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Wie Sie die Ideen den stillen, introvertierten Kollegen erfahren?

Introvertierte haben genau so viele und gute Ideen wie extrovertierte Menschen. Das fand Susan Cain in ihrer Studie 2012 an der Harvad Business Scool heraus. Die Ergebnisse veröffentlicht sie in ihrem Buch, Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking, 2013. Der deutsche Titel ist, Still: Die Kraft der Introvertierten.

Im Unternehmen sind die stillen Mitarbeiter mit den Einflüssen der lauten Kollegen konfrontiert. Um ebenfalls Gehört zu werden benötigen die leisen Menschen andere Strategien als die Lauten. Oft werden die leisen bereits im Vorfeld als zurückgezogen, wenig kontaktfreudig und durchsetzungsschwach abgestempelt. Ihnen wird manchmal auch das Potenzial, eine herausfordernde Aufgabe lösen zu können, vom extrovertierten Chef entzogen. Manche Chefs beschweren sich beim ruhigen Mitarbeiter manchmal mit dem Satz, „Ihnen muss man aber auch jeden Wurm einzeln aus der Nase ziehen“.

Als Coach erfahre ich in Workshops eher neues von den extrovertierten. Im Brainstorming sind diese schneller beim zurufen ihrer Ideen und winken nicht selten schon mit der Metaplankarte. Der introvertierte Nachbar hingegen ist etwas langsamer, hat eine ähnliche Idee und steckt seine Karte dann weg.

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Das Problem liegt auf der Hand

In der Gruppenarbeit werden die introvertierten Teilnehmer von den dynamischen extrovertierten, unbewusst und auch bewusst, abgedrängt. Die leisen kommen weniger zum Zug und werden dabei als langsam wahrgenommen. Je stärker die Introversion eines Menschen ausgeprägt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dass dieser Mensch seine Teilnahme zurückschraubt. Im schlimmsten Fall verschwindet er in der Unscheinbarkeit. Seine Ideen gehen mit ihm.

Wie können dennoch die Ideen introvertierter Kollegen aus ihnen herausgefördert werden?

Coaches sehen dies als Herausforderung. Einzelgespräche und wertschätzende Kommunikation sind im Gespräch ein Schlüssel.

Im dynamischen Brainstorming, wo in der Gruppe ausgesprochene Ideen dazu dienen bei anderen Teilnehmern neue Ideen auszulösen, ist das schwierig. Brainwriting wäre eine Alternative, jedoch sitzen alle Teilnehmer dabei im gleichen Raum. Die Ideen werden dabei innerhalb einer festgelegten Zeit auf einen Zettel notiert und zum Nachbarn weitergereicht. Auch das erzeugt auf introvertierte Kollegen einen sich eher negativ auswirkenden Druck. Der Zettel wird unbearbeitet durchgeschoben. Die Idee des Kollegen ist weg.

Eine Lösung, Software?

Ideaclouds_morphologie_screenDas Startup Unternehmen, Ideaclouds aus München, hat dieses Problem aus meiner Sicht, als Coach, gelöst. Die Software bietet eine Fülle von Kreativmethoden und führt die Benutzer durch den Ideenprozess. Die Entwickler haben auf das einbinden von Internet Telekonferenz in diesem virtuellen Raum verzichtet. Der Moderator wählt die entsprechende Arbeitsmethode, z.B. Brainwriting oder den morphologischen Kasten, um die Arbeitssitzung vorzubereiten. Anschließend lädt er die Teilnehmer per Email ein.  Die Teilnehmer sitzen entspannt zu Hause oder im Büro an Laptop, Tablet PC oder Smartphone und geben ihre Beiträge, ungestört von anderen Teilnehmern, in die virtuellen Metaplankarten ein. Die Software beinhaltet im Anschluß die Möglichkeit die Ideen zu bewerten und erstellt ein automatisches Ranking. Im PDF Dokument ist die Arbeit dokumentiert und für den Moderator entfällt das abtippen der vielen, manchmal schwer lesbaren, Metaplankarten.

Warum also nicht im nächsen Workshop die Software selbst erfahren?

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